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Konfliktmanagement an Schulen
2) Peermediation an Schulen
Das Problem ist, dass die Fähigkeiten, das
Wissen und die Phantasie der Kontrahenten nicht zum Zug kommen können,
solange sie sich bekriegen. Das kann sich ändern, wenn unparteiische
Dritte den Prozess der Eskalation unterbrechen und den Streitenden Wege zeigen,
wie sie zu konstruktiven Lösungen kommen können. (Besemer
1995)
Die Grundannahmen der Mediation
- Konflikte sind normal, aber ein ungelöster Konflikt ist gefährlich
- Ein Konflikt resultiert häufiger daraus, dass die Streitenden nicht
wissen, wie sie ein Problem lösen können, als dass sie es nicht
lösen wollen
- Die an einem Streit Beteiligten sind Experten in der Sache, ihren Gefühlen,
Wünschen und Bedürfnissen und können somit grundsätzlich
bessere Entscheidungen treffen als eine Autorität von aussen
- Mediation schaut nicht auf das, was schon da ist, sondern auf das, was
neu geschaffen werden könnte
- Die Beteiligten einer Übereinkunft halten sich eher an die Bestimmungen,
wenn sie den Prozess dazu akzeptieren und selbst für das Ergebnis verantwortlich
sind
Die Peermediation
In der Schulmediation kommt nun ein wichtiger Faktor hinzu,
der in anderen Mediationsverfahren nicht berücksichtigt ist: die Wirkung
der Peergruppe.
Die Peergruppe übernimmt im Zeitraum zwischen Kindheit und Erwachsenenalter
ein breites Spektrum der sozialen Unterstützung und wirkt als Instanz
um vieles effektiver als der Einfluss von Erwachsenen.
Wenn nun die Erwachsenen den Kindern und Jugendlichen zutrauen, dass sie Konflikte
tatsächlich selber regeln können, dann kann die Mediation sich diese
Autorität zunutze machen.
Die Ziele
- Eine konstruktive Art der Konfliktregelung, eine neue Streitatmosphäre
soll an der Schule entstehen
- Die SchülerInnen sollen Konflikte ohne Eingreifen der Lehrpersonen
regeln können
- Die ausgebildeten PeermediatorInnen sollen ihren MitschülerInnen
in Streitfällen Vermittlungsgespräche oder Einzelgespräche
anbieten können
- Die erlernten Fähigkeiten Kommunikation, Streitregelung, Streitschlichtung,
Kooperation - sollen ein Gewinn für die SchülermediatorInnen sein
und auch ausserhalb der Schule im Umgang mit Freunden, Familie, später
im Wirtschaftsleben als Sozialkompetenz angewendet werden können
Die Kosten
richten sich nach dem Ausmass des Projekts, den Bedürfnissen
und Voraussetzungen an der Schule und können grösstenteils durch
öffentliche Mittel oder Förderungen gedeckt werden.
Unsere Referenzen
- Bundesgymnasium Rebberggasse, 6800 Feldkirch
- Bundesgymnasium Blumenstrasse, 6900 Bregenz
- Oberstufen-, Real- und Sekundarschule Seidenbaum, Trübbach, Schweiz
- Pädagogisches Institut des Bundes, 6800 Feldkirch
- Pädagogisches Institut des Landes Vorarlberg, 6800 Feldkirch
Wir bieten die Begleitung eines Schulmediationsprojekts
ganz oder in Teilbereichen von der Planung über die Durchführung
bis zur Implementierung an
- für Schulen
- für Lehrerfortbildungsanstalten
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