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Alles wahre Leben ist Begegnung

Martin Buber

   

Konfliktmanagement an Schulen

2) Peermediation an Schulen

“Das Problem ist, dass die Fähigkeiten, das Wissen und die Phantasie der Kontrahenten nicht zum Zug kommen können, solange sie sich bekriegen. Das kann sich ändern, wenn unparteiische Dritte den Prozess der Eskalation unterbrechen und den Streitenden Wege zeigen, wie sie zu konstruktiven Lösungen kommen können.“ (Besemer 1995)

Die Grundannahmen der Mediation

  • Konflikte sind normal, aber ein ungelöster Konflikt ist gefährlich
  • Ein Konflikt resultiert häufiger daraus, dass die Streitenden nicht wissen, wie sie ein Problem lösen können, als dass sie es nicht lösen wollen
  • Die an einem Streit Beteiligten sind Experten in der Sache, ihren Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen und können somit grundsätzlich bessere Entscheidungen treffen als eine Autorität von aussen
  • Mediation schaut nicht auf das, was schon da ist, sondern auf das, was neu geschaffen werden könnte
  • Die Beteiligten einer Übereinkunft halten sich eher an die Bestimmungen, wenn sie den Prozess dazu akzeptieren und selbst für das Ergebnis verantwortlich sind

Die Peermediation

In der Schulmediation kommt nun ein wichtiger Faktor hinzu, der in anderen Mediationsverfahren nicht berücksichtigt ist: die Wirkung der Peergruppe.
Die Peergruppe übernimmt im Zeitraum zwischen Kindheit und Erwachsenenalter ein breites Spektrum der sozialen Unterstützung und wirkt als Instanz um vieles effektiver als der Einfluss von Erwachsenen.
Wenn nun die Erwachsenen den Kindern und Jugendlichen zutrauen, dass sie Konflikte tatsächlich selber regeln können, dann kann die Mediation sich diese Autorität zunutze machen.

Die Ziele

  • Eine konstruktive Art der Konfliktregelung, eine neue Streitatmosphäre soll an der Schule entstehen
  • Die SchülerInnen sollen Konflikte ohne Eingreifen der Lehrpersonen regeln können
  • Die ausgebildeten PeermediatorInnen sollen ihren MitschülerInnen in Streitfällen Vermittlungsgespräche oder Einzelgespräche anbieten können
  • Die erlernten Fähigkeiten – Kommunikation, Streitregelung, Streitschlichtung, Kooperation - sollen ein Gewinn für die SchülermediatorInnen sein und auch ausserhalb der Schule im Umgang mit Freunden, Familie, später im Wirtschaftsleben als Sozialkompetenz angewendet werden können

Die Kosten

richten sich nach dem Ausmass des Projekts, den Bedürfnissen und Voraussetzungen an der Schule und können grösstenteils durch öffentliche Mittel oder Förderungen gedeckt werden.

Unsere Referenzen

  • Bundesgymnasium Rebberggasse, 6800 Feldkirch
  • Bundesgymnasium Blumenstrasse, 6900 Bregenz
  • Oberstufen-, Real- und Sekundarschule Seidenbaum, Trübbach, Schweiz
  • Pädagogisches Institut des Bundes, 6800 Feldkirch
  • Pädagogisches Institut des Landes Vorarlberg, 6800 Feldkirch

Wir bieten die Begleitung eines Schulmediationsprojekts ganz oder in Teilbereichen von der Planung über die Durchführung bis zur Implementierung an

  • für Schulen
  • für Lehrerfortbildungsanstalten

 
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